Gottesdienst

Der Gottesdienst ist und bleibt das Herz jeder kirchlichen Gemeinschaft. Daran ändert sich auch mit dem Prozess «Kirchgemeinde plus», der die Landeskirche des Kantons Zürich von einer Dorfkirche in eine Regionalkirche verwandelt, nicht viel. Das Geheimnis lebendigen Christseins liegt im gemeinsamen Beten, Singen und Hören auf das biblische Wort. In diesem Hören kann es dazu kommen, dass sich der oder die PredigtbesucherIn als von Gott direkt angesprochen erlebt. Das schenkt Kraft, Trost und Licht für den Alltag und motiviert, den eigenen Lebensweg weiterhin hoffnungsvoll zu gehen.

Mein Anspruch auf einen gelungenen Gottesdienst ist dann erfüllt, wenn die KirchgängerInnen berührt werden. Dazu gehört ein thematischer «roter Faden», ein gewisser Unterhaltungswert durch ansprechende Texte und Lieder, aber auch Lustiges, worüber mann und frau lachen darf und auf jeden Fall eine gute, kurzweilige und klare, christozentrische Botschaft. Die liturgische Mitwirkung von Kirchenmitgliedern gehört für mich dazu. Wie sonst wollen wir denn unseren reformatorischen Grundsatz (der natürlich auch den Alltag betrifft) vom «Priestertum aller Gläubigen» umsetzen?